| | Hallo!
Für alle die es evtl. interessiert, Alle die eine, unser Hobby nicht immer tolerierende, Frau zu Hause haben und überhaupt alle Flächenstrahlerinteressenten.
Meine Story…
Es war einmal…ein Kunde des Dipolstudios. Nach jahrzehntelangem Hören über konventionelle Lautsprecher und früherem Hören einer Tympani und anderen solcher Lautsprecher kam es zum Besitz eines gebrauchten Flächenstrahlers. Den Magnepan MG I i
Dann schließlich zum Kauf eines doch schon etwas teureren neuen Modells aus gleichem Hause. Schon damals war meine damalige Frau diejenige, die mich zur Wahl des für uns viel besseren, dem viel größeren Modell, animierte und mich unterstützte. Na ja, eigentlich brauchte ich keine Unterstützung, aber sie zeigte nicht das angebliche Verhalten anderer Frauen. Ich durfte die gewählten (großen) Flächenstrahler kaufen und aufstellen.
Es bedurfte meiner sicherlich besänftigenden Worte auch nicht, dass die Flächenstrahler ja nebenbei auch als so genannte spanische Wand geeignet sind. Dies sind die in früheren Zeiten verwendeten Stellwände zum Sichtschutz beim Umkleiden der Damen. Das Gegenteil von Besänftigung erreichte ich noch mit meiner Bemerkung im Nebensatz, dass dann für sie auch eher das Modell DQ 10 der Fa. Dahlquist geeignet sei. Auch wenn dies kein Flächenstrahler ist.
Als ich ihr diesen Lautsprecher dann beim googeln zeigte, setzte es einen Schlag ins Genick. Wer will, kann ja mal „Dahlquist DQ 10“ mit der Google Bildersuche suchen. Da bekommt man einen Eindruck warum ich einen Schlag ins Genick von meiner damals Liebsten bekam ;-) .
Na ja, sei es. Da ich jetzt auch eine andere Frau habe musste dann auch folgerichtig ein anderer Flächenstrahler her.
Aber Analysis?
Hässlich die Dinger, gar nicht so wie ein Möbel, sondern tatsächlich wie Holz und Klang gewordene Technik. Und der Klang? Jaaaa, nicht schlecht. Ich hatte mehrmals Gelegenheit Analysis zu hören. Aber irgendwie sprang nie der Funken über. Bis dann eines Tages doch ein Modell den Weg in unser Wohnzimmer fand. Das klang dann richtig toll. Komisch, bisher vermisste ich eher etwas in den Höhen, heute habe ich für unser Wohnzimmer den Wahlschalter auf der Rückseite sogar auf eine geringe Absenkung der Mittelhochtoneinheit gestellt. Schöne, tiefe Räumlichkeit, sehr leibhaftige Stimmen und eine sehr tiefe, aber gleichzeitig sehr saubere und druckvolle Basswiedergabe. Und vor allem eine Dynamik (nicht gleichzusetzen mit Lautstärke!), die selbst bei geringer Lautstärke die Musik zum Leben bringt. Tonal ausgewogen, schöne Staffelung, tiefe, räumliche Abbildung. Einfach klasse.
Tja, und dann war da noch die Auswahl des passenden Analysis Modell…. Hr. Schneider empfahl für meinen Wohnraum die Epsilon. Mir erschien die Omega zweckmäßiger. Sogar die war ja kleiner als meine Bisherigen. Nach der Möglichkeit zum Probehören der Epsilon in meinem Wohnraum entschied ich mich dann auch für dieses Modell. Nicht ohne mit einem Schmunzeln in Hrn. Schneiders Gesicht von ihm gesagt zu bekommen. „Ja, die Analysis besitzen keine ins Ohr springenden Effekte. Aber gerade nach längerem Hören überzeugen diese durch ihre Natürlichkeit. – ist etwas für reife Hörer…“
Aber…es gab ein Problem mit meiner holden Weiblichkeit. Sie wehrte sich gegen den Kauf der Epsilon. Oh Schreck, wird sie doch noch normal? Verlässt sie mich? Nein. Ich sollte die Omega kaufen! Die Epsilon war ihr zu mickrig. „Die „Große“ sieht doch viel besser aus!“
Alles hätte ich erwartet, aber nicht das! Außerdem war meine Frau der Auffassung, dass die Omega einfach „schöner“ im Basserlebnis ist. Meine Frau fragte mich u.A. ob ich nicht Suzi Quatro kennen würde. Ich „ja kenne ich, habe aber keine Platte“. Nein, hören wollte sie die nicht, aber ich würde doch den Spruch von Suzi kennen „die Höhen gehen in den Kopf, die Mitten in den Bauch, und die Bässe direkt zwischen die Beine“. Was wollte sie mir denn damit sagen? Okay, ich bin nicht mehr der Jüngste und mein E-Mail Postfach quillt über vor lauter Viagra-Spams. Aber deshalb Suzi Quatro oder Suzi Omega?
Nein! Sie wollte nicht nur die Bässe, sondern vor allem die größeren Lautsprecher wegen der Optik. Da versteh einer die Welt. Andere Männer haben Probleme wegen großer Lautsprecher mit ihrer Frau, ich bekomme Ärger weil ich Kleinere wählte?
Ich erzählte das Hrn. Schneider, der bekam einen mittelschweren Lachanfall. Gibt es eine Ehekrise wegen einem „Fehlkauf“ eines kleineren Lautsprechers? Denn eigentlich fand ich die Epsilon auch im Bassbereich passender zu unserem Wohnzimmer. Wie auch Hr. Schneider, wohl aufgrund seiner Erfahrung, schon wusste. Da kam der erlösende Vorschlag meines geschätzten HiFi-Händlers. „Na ja, wenn es um die Optik geht, ich kann ja mal Hrn. Hartzis in Griechenland anrufen, ob man das Panel der Epsilon auch in eine Omega Schallwand einbauen kann.“
Wer einen solchen Händler hat, der braucht weder eine Eheberatung noch eine Psychotherapeuten. Einfach vorzügliche Kundenbetreuung.
Na ja, ein paar Tage später rief Hr. Schneider bei mir an und zitierte die Worte von Hrn. Hartzis ähnlich wie Asterix: „die spinnen, die Deutschen“. „Aber wenn der Kunde das bezahlt, bauen wir die Epsilon Flächen sogar ins Gehäuse der Amphitryon“.
Nun ja, für den genannten Mehrpreis wollte ich dann lieber mit meiner Frau nach Griechenland fahren. Also, es ist die Epsilon geworden. Und es könnte wie fast jedes Märchen enden, und so sind sie glücklich, soweit sie nicht gestorben sind.
Wenn da nicht meine Frau wäre…. Letztens bei der Pink Floyd DVD „Pulse“ hatte sie wieder „Morbus Suzi Quatro“. Und das obwohl meine mit Pasta und Rotwein gestählte Bauch“muskulatur“ den Bass sowohl vom Druck als auch der Tiefe absolut authentisch fand. Sie gab dann auch zu, dass die Epsilon klanglich das Beste sei was sie je hörte, allerdings sagte sie, dass den Epsilon damals von Hrn. Hartzis in einer Plastikdose Oliven beigelegt waren. Sozusagen als besonderer Service. Wohl für „spinnende“ Deutsche. Letztes Argument von ihr „wenn du die Omega kaufst ist bestimmt wieder eine Dose dieser köstlichen Oliven dabei. Und die Dose ist dann bestimmt auch größer, denn die Omega ist ja auch größer als die Epsilon“. Sie sprach und musste dann in Deckung vor dem von mir nach ihr geworfenem Weinkorken (von dem homöopathischen Bauch- und Leberpräparat) gehen.
Kurz und knapp.
Eine glückliche Ehe, mit Lautsprechern die glücklich machen. Und die auch sehr gut aussehen. Denn gerade mit der von uns gewählten Sonderlackierung gefällt die uns sehr gut.
Matthias G., bekennender Flächenstrahler- und Fan meiner Frau
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